
Melanie Müller empfiehlt „Goodbye, Honeysuckle“ von Tayari Jones: „Louisiana in den Sechzigerjahren: die beiden schwarzen Mädchen Annie und Vernice (genannt Niecy) sind Freundinnen seit Geburt. Ihre große Gemeinsamkeit: Sie haben keine Mütter. Niecys Mutter wurde von ihrem Ehemann umgebracht, als Niecy noch klein war und wächst seitdem bei ihrer Tante auf. Annies Mutter ist aus Überforderung abgehauen und hat Annie bei ihrer Mutter zurückgelassen.
Als die beiden erwachsen werden, trennen sich ihre Wege, doch beide wollen raus aus dem Dorf in Louisiana. Niecy zieht zum Studieren nach Atlanta, Annie macht sich auf nach Memphis, um ihre verschollene Mutter zu suchen. Die Bürgerrechtsbewegung ist zwar in vollem Gange doch längst noch nicht überall, so müssen sich die beiden Frauen durch eine vom Rassismus geprägte Gesellschaft kämpfen.
Trotz ihrer unterschiedlichen Lebenswege bleiben die sie doch immer in Kontakt und als es drauf ankommt versucht Niecy alles um Annie aus einer scheinbar aussichtslosen Situation zu helfen.
Ein toll geschriebener und rührender Roman über die besondere Freundschaft zweier Frauen – ich bin begeistert.“