
Nicola Bräunling empfiehlt „Memories of Heidelberg“ von Heinz Strunk: „Wie immer ein bitterböser Strunk, der einen fremdschämen lässt und Beklemmungen auslöst. Ich lieb´s.
Bertram und Isolde mieten sich für einige Tage aus familiären Gründen in ein völlig überteuertes Hotel am Neckar ein. Ihre Ehe hat sich totgelaufen und ist getrieben von kleinen Fiesheiten und Verletzungen. Bertram leidet sehr, hat aber keine Chance gegen seine bestimmende Frau. Jeden Abend essen sie auf einem Schiff bei einem guten Italiener, aber was anfangs fast schön und romantisch war, wird von Tag zu Tag desaströser und erniedrigender. Die Zwei finden aus der Abwärtsspirale nicht raus und als Leserin windet man sich zunehmend und möchte am liebsten einschreiten.
Schwer verdaulich, aber genial.“