
Nicola Bräunling empfiehlt „Oberammergau“ von Robert Löhr: „Die Oberammergauer haben sich 1633 durch ein Gelöbnis von der Pest befreien können und nun steht das Versprechen an Gott im Raum, regelmäßig eine Passion aufzuführen. Der bisherige Pfarrer ist tot, das Dorf sehr dezimiert, die Mittel wenig und es scheint aussichtslos, innerhalb kurzer Zeit ein ganzes Schauspiel aufführen zu können. Aber der neue, sehr junge Pfarrer Johannes nimmt die Aktion sehr ernst und geht voller Euphorie und Überzeugung an die Organisation. Allerdings ist das Dorf entzweit. Nicht Jede/r möchte das Gelöbnis einlösen und es herrscht in diesen mittelalterlichen Zeiten große Gewalt und viel Lug und Trug. Enorm viele gruselige Geheimnisse sollten bewahrt werden, kommen nach und nach aber ans Licht. Die Leserin/der Leser staunt, wozu Dorfgemeinschaften fähig sind und erfreut sich an immer neuen Wendungen und Überraschungen. Grausame Zeiten, hartes Leben und eine Gottesfürchtigkeit, die die Menschen in den Dörfern fest in Griff hat.
Ein opulenter Historienroman, der Spaß macht.“