
Nicola Bräunling empfiehlt „Der letzte Sommer der Tauben“ von Abbas Khider: „Eine islamistische Macht übernimmt die Herrschaft in einem muslimischen Land. Mittendrin der 14-jährige Noah, Taubenzüchter, ein bisschen frech und erstmal noch unerschrocken. Er beobachtet die Veränderung in seiner Familie, in seinem Freundeskreis, auf der Straße. Die Verbote und Einschränkungen häufen sich, es geschehen gruselige Dinge. Aber innerhalb seiner Familie, die mehr oder weniger deutlich gegen die Herrschenden agiert, fühlt er sich aufgehoben. Bis sein Onkel verschwindet, der einige Geheimnisse hatte. Die Einschläge kommen näher und Noah muss sehr genau darüber nachdenken, was er sagt und was nicht. Ein bedrücktes Buch über das Aufwachsen in einer totalitären Gesellschaft. Eindrucksvoll und angstmachend. Trotzdem gelingt es Trotzdem gelingt es Khider irgendwie immer wieder, eine kurze Leichtigkeit in die Erzählung zu bringen.
Ein richtig gutes Buch.“