
Melanie Müller empfiehlt „Das Spiel“ von Aisling Rawle: „Lily wacht, genau wie neun andere Frauen – alle jung und schön – , mitten auf einem Anwesen in der Wüste auf. Wie sie dort hingekommen ist, weiß sie nicht, warum sie dort ist jedoch schon: Sie hat sich bei einer beliebten Reality-TV Show beworben, eine Mischung aus Dating und Survival und sie ist fest entschlossen zu gewinnen. Das Haus ist noch verwüstet von ihren Vorbewohner*innen und die Frauen machen sich ans Aufräumen während sie darauf warten, dass die Männer eintreffen, deren Weg zum Anwesen zu Fuß durch die Wüste führt. Von zehn schaffen es nur neun.
Die Kandidat*innen sollen sich kennenlernen, dürfen aber keine persönlichen Details über sich verraten. Trotzdem bilden sich schnell Pärchen und Freundesgruppen. Durch Challenges können sie sich Dinge dazugewinnen: mal ist es Essen, das sie dringend benötigen, mal ein paar Ohrringe oder ein Satz Hanteln. Diese Dinge erscheinen wie aus dem Nichts und sollen bestenfalls ausgiebig beworben werden.
Woche für Woche werden immer mehr Kandidat*innen rausgewählt, die Challenges werden immer heftiger und die Zustände im Haus immer wilder.
Ein krasses Buch, das einem die Folgen von Überkonsum und Geltungsdrang vor Augen führt und dabei sehr unterhaltsam ist. Man fragt sich wieviel davon hinter den Kulissen von ähnlichen Reality-TV Formaten tatsächlich so abläuft. Ich habe mich ab der ersten Seite vor den dystopischen Zuständen gegruselt, wollte aber immer wissen, was als nächstes passiert.“