
Nicola Bräunling empfiehlt „Die Namen“ von Florence Knapp: „Nicht der Name an sich verändert ein Leben, sondern der Weg, der zu ihm führt.
Am Anfang der Geschichte steht Cora, die vor ein paar Tagen ihr zweites Kind, einen Sohn geboren hat, und nun beim Standesamt den Namen eintragen lassen muss. Bisher war klar, dass er den Namen seines erfolgreichen und charismatischen Arzt-Vaters Gordon bekommt. Aber auf dem Weg unterhalten sich die einige Jahre ältere Tochter Maia und Cora und beide haben gute Gründe, dem Baby einen anderen Namen geben zu wollen. Maia findet „Bear“ passen, Cora schlägt „Julian“ vor. Aber welche Auswirkungen hat diese Entscheidung für das weitere Leben des Kindes und der ganzen Familie? Florence Knapp erzählt sehr schlau und sehr stimmig im Wechsel und im Abstand von jeweils ein paar Jahren die Lebenswege des Jungen/des Mannes mit unterschiedlichen Namen, seiner Mutter, seiner Schwester, der gesamten Familie. Schon sehr bald wird klar, dass die nach außen getragene Harmonie eine große Lüge ist und es tun sich Abgründe auf….
Das Buch erfordert ein bisschen Aufmerksamkeit, weil die Geschichten der drei Lebenswege in kurzen Abständen wechseln. Aber es macht großen Spaß, die Fäden immer wieder zu entwirren und kleine Episoden zu entdecken, die die Schicksale verbinden. Klug gemacht und eine große Empfehlung!“