
Nicola Bräunling empfiehlt „Monique bricht aus“ von Èdouard Louis: „Edouard Louis ist ein begnadeter Schreiber, der inzwischen schon in mehreren seiner kleinen feinen Bücher über die – meist kaputten – Mitglieder seiner Familie schreibt. Er selber hat sich als schwuler Mann auf dem Dorf mit Mühe in ein „echtes“ Leben arbeiten müssen.
In „Monique bricht aus“ geht es um seine Mutter, die sich schon in einem früheren Leben aus der Abhängigkeit des trinkenden Vaters befreit hat, dann aber recht schnell in einer neuen Beziehung landete. Nach anfänglichem Glück das gleiche Muster: Mann trinkt, wird gewalttätig, macht Monique klein und abhängig. Als Edouard die Dramatik bewusst wird, hilft er der Mutter, sich aus der Beziehung zu befreien.
Es wird eine Reise in die Unabhängigkeit und Selbstbestimmtheit der Mutter, aber auch eine zu einer gesunden Beziehung zwischen Mutter und Sohn.
Ein wunderbares Buch – dicht, kurz, intensiv.“