
Nicola Bräunling empfiehlt „Hubertilied“ von Konrad X. Oberleitner: „Eine Bergbauernhütte 1705. Gemeinsam wachsen die beiden Jungs Sebastian und Johannes als Waisenjungen bei Johannes Großvater auf der Almhütte auf. Abgeschieden, in sehr karge Verhältnisse, ein hartes Leben. Immer bedroht von der Willkür der Obrigkeit. Aber als beste Freunde haben sie eine intensive Beziehung und kommen aus jedem Unglück mehr oder weniger heil raus. Sie fangen an zu wildern – immer in höchster Gefahr, entdeckt zu werden. Als dann einer von beiden das Angebot des Jägers bekommt, für ihn zu arbeiten, wird alles anders. Was kann die Freundschaft aushalten?
Das Besondere an dem Buch ist Sprache und Stil. Sehr viel in Bairisch geschrieben, was mich erst ein wenig irritiert hat, aber Sinn macht. Es ist in kurze knappe Kapitel unterteilt, die den Feier- und Festtagen des Kirchenjahrs folgen. Gute Idee. Die sparsame, deutliche Sprache passt ebenfalls gut.
Alles in Allem eine besondere Empfehlung.“