
Nicola Bräunling empfiehlt „Schattengrünes Tal“ von Kristina Hauff: „Kristina Hauff ist die Meisterin der spannenden Gesellschaftsromane – fast schon Krimis.
In einem dunklen Tal im Schwarzwald lebt Lisa. Sie ist verheiratet, hat eine erwachsene Tochter, fühlt sich wohl im kleinstädtischen Milieu, arbeitet im Touristenbüro, singt im Chor. Alles prima. Nur ihr Vater nervt. Er führt ein altes abgerocktes Familienhotel und verschließt sich jeglicher Neuerung. Lisa hängt natürlich irgendwie mit drin, ihr Bruder hat das Städtchen schon vor langer Zeit verlassen.
Eines Tages taucht die scheinbar hilflose und etwas aus der Bahn geratene Daniela auf. Lisa bietet ihr Unterstützung an und sehr schnell fasst Daniela im Ort Fuß. Fast zu schnell und fast etwas übergriffig. Was steckt hinter ihrem Auftauchen? Will sie wirklich „nur“ ein neues Leben aufbauen? Woher weiß sie so einiges? Und wieso gerät auf einmal Lisas ganzes Gefüge durcheinander?
Von Anfang an liest man das Buch mit einem Unbehagen, das eigentlich erstmal noch keinen Grund hat. Aber nach und nach spitzt sich die Lage zu und man wird als Leserin fast ein bisschen hilflos ob der spürbar größer werdenden Gefahr, die von Daniela ausgeht. Es dauert aber ein bisschen, bis die Situation und damit Daniela als Person greifbar wird. Und dann ist man selber mitten im Geschehen und möchte am liebsten sofort eingreifen.
Tolle Spannung, gutes Setting, super Roman, große Empfehlung.“